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HSH Auszeichnung für Gemeindehaus Nesslau

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GemeindehausNesslau2NESSLAU. Es hat ein Herz aus Beton, einen Körper aus Holz – und die Seele eines Einheimischen: «Das neue Gemeindehaus in Nesslau ist ein würdiger Ersatz für den alten Verwaltungsbau», zog Kilian Looser am Dienstag vor versammelter Baukommission Bilanz. Zur Schlusssitzung des 4,9-Millionen-Franken-Projekts konnte der Gemeindepräsident feststellen, dass sämtliche Anforderungen, welche die Gemeinde und ihre Bürger an den Bau gestellt haben, eingehalten wurden: Das Gebäude überzeugt mit seiner inneren Organisation der Büroräume und seiner äusseren Gestaltung; es gliedert sich subtil ins Ortsbild ein, die Mittel wurden angemessen eingesetzt. Mehr noch: «Stolze 80 Prozent der Wertschöpfung sind im Tal geblieben. Um den Kern aus Starkenbacher Beton haben einheimische Handwerker eine Hülle aus Holz geschaffen, welches bei uns gewachsen ist.»


Stimmiges Ensemble
Für Boden, Wände und Decke sowie die Fassade wurde Fichte aus Nesslau verwendet, eigens angefertigte Möbel wie Sitzungstisch oder Sideboard sind indessen aus Esche. Holz ist hier mehr als heimelig: Es prägt den neuen Verwaltungsbau, der dank seines Innenhofs ein stimmiges Ensemble mit dem benachbarten Haus Nüssli bildet. «Das neue Gemeindehaus kam an der gleichen Stelle wie das alte zu stehen, und durch seine strassenseitige Auskragung erinnert es auch ganz ans alte Rathaus mit seiner Arkade», sagte denn auch Architekt Kurt Hauenstein vom atelier-f in Fläsch GR. Nicht von ganz soweit her kam Erwin Rebmann von Lignum Holzkette St. Gallen, dem Regionalverband von Lignum, Holzwirtschaft Schweiz. Er überbrachte Gemeindepräsident Kilian Looser und der Gemeinde die Auszeichnung mit dem Herkunftszeichen Schweizer Holz (HSH).
GemeindehausNesslau1

Vorbildliche Gemeinde
Dieses Zertifikat, verliehen von der Schweizer Wald- und Holzwirtschaft, weist den Schweizer Ursprung des verbauten Holzes nach und zeugt von nachhaltiger Bauweise mit einem erneuerbaren und regionalen Rohstoff. Die Auszeichnung verlangt mindestens 80 Prozent Holz aus Schweizer Wald, was bei der Tragekonstruktion eingehalten wurde. Die Fassade besteht sogar zu 85 Prozent aus einheimischem Holz. «Die Verantwortlichen haben 470 Festmeter Fichten- und Tannenrundholz zur Verfügung gestellt und 225 Festmeter verbaut, von denen 147 aus der Gegend stammen. Das ist ein sehr guter Wert. Dieser steht zudem für einen vorbildlichen Kreislauf, da aus Holz kein Abfall entsteht. Restholz wird in der Verpackungs-, Werkstoff- und Zellstoffindustrie oder zum Heizen verwendet», stellte Rebmann fest. Ein Festmeter übrigens ist ein in der Holzwirtschaft übliches Raummass für Rundholz und entspricht einem Kubikmeter Holzmasse ohne Zwischenräume.
98 Tonnen in 11 Minuten
Auch im Toggenburg wächst mehr Holz nach, als genutzt wird. In diesem Sinne verstand der Vertreter des Dachverbandes der «Hölzigen» das vorbildliche Vorgehen von Nesslau als Beitrag, die natürliche Schutzfunktion des Waldes durch Nutzung zu erhalten. Beeindruckende Nachhaltigkeit: Das fürs Gemeindehaus Nesslau verbaute Holz, insgesamt 98 Tonnen, wächst im gesamten Schweizer Wald in rund elf Minuten nach. Und im ganzen Gebäude ist etwa so viel vom Treibhausgas CO2 gespeichert, wie 40 Personen in der Schweiz während eines Jahres produzieren. Beteiligte und zertifizierte Holzbaubetriebe: Neckerholz AG, Brunnadern, Sägewerk Wälli AG, Wattwil, sowie ein Dutzend regionale Firmen für Elementholzbau, Fenster, Dach, Schreinerarbeiten und Fassadenverkleidung.  Quelle Tagblatt Online 4.11.2015

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