Auszeichnung Holzchopf 2019

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Der Holzchopf 2019 ist bekannt: Im Rahmen einer kleinen Feier hat die Lignum Holzkette St.Gallen am 30. August 2019 bei der Bauwerk-Boen in St.Margrethen den Holzchopf 2019 ausgezeichnet und fünf Anerkennungen verliehen.

Der Holzchopf 2019 heisst Pirmin Fischbacher von Gähwil

Holzchopf 2019 25

 Pirmin Fischbacher mit seiner Frau Anita Fischbacher

 

 

Holzchopf 2019 29aklein

Alle Preisträger und Referenten vlnr:
Thomas Wildberger, Präsident Lignum Holzkette St.Gallen
Werner Stauffacher, Anerkennung Handwerk und Kultur
Ernst Vetsch, Anerkennung Forst
Pirmin Fischbacher, Holzchopf 2019
Hannes Nägeli, Anerkennung Unternehmer
Urs Steinmann, Anerkennung Technik und Innovation
Patrik Braun, Anerkennung Bauherrschaft
Marc Mächler, Regierungsrat und Gastredner

 

Holzchopf 2019 45

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 Mit Brillanz hat Sepp Fust den Anlass moderiert und alle Kandidaten vorgestellt und deren Leistungen gewürdigt.

Pressetext von Meinrad Gschwend

Mit Kopf und Herz für regionales Holz

St.Margrethen. „Holzchopf“ ist kein Schimpfwort, sondern eine hohe Auszeichnung für besondere Verdienste rund um das St.Galler Holz. Lignum Holzkette St.Gallen hat den Preis zum 6. Mal vergeben. „St.Galler Holzchopf 2019“ ist der Sägerei Unternehmer Pirmin Fischbacher aus Gähwil.

Holzchopf ist ein Preis mit grosser Ausstrahlung. Die Preisverleihung zeigt, wie vielseitig die Holz- und Waldwirtschaftsbranche ist. Der alle drei Jahre verliehene Preis beweist auch, dass es zahlreiche Personen gibt, die sich mit Herzblut und grosser Innovationskraft für das regionale Holz und für die Weiterentwicklung der Holzanwendungen einsetzen. Auch diesmal war es ein streng gehütetes Geheimnis, wen die elfköpfige Jury ausgewählt hatte. Rund 20 Personen waren nominiert. Eine sollte den Hauptpreis erhalten. Daneben wurden fünf Anerkennungspreise verliehen. Eine Präsentation der Bauwerk Boen AG – die pro Jahr rund 9 Millionen Quadratmeter Parkett herstellt – und die Festrede des St.Galler Bauchefs Marc Mächler bildeten den idealen Auftakt zur diesjährigen Preisverleihung.

 

Mit Herzblut und viel Unternehmergeist ...

... setze sich Pirmin Fischbacher für das einheimische Holz ein, führte Sepp Fust, Geschäftsführer der Lignum Holzkette St.Gallen, in seiner Laudatio aus. Fischbacher tut dies auf ganz verschiedenen Ebenen: Als Unternehmer und Eigentümer der Innoholz AG in Gähwil, als Lehrlingsausbilder, als Betreiber eines Fernwärmenetzes. „Für Projekte, die mit der Förderung des regionalen Holzes zu tun haben, ist Pirmin Fischbacher immer zu haben.“ An der Schnittstelle zwischen Produzent und Holzbauer übernimmt er eine aktive Rolle. Er motiviert Bauherren und Holzbaubetriebe mit Holz aus der Region zu bauen. Kurzum: Fischbacher ist von A bis Z ein wichtiger und vor allem erfolgreicher Botschafter für das Holz aus unserer Region. Als Zeichen der Anerkennung wurde er zum „St.Galler Holzchopf 2019“ ernannt.

 

Bauherrenwünsche erfüllen

Der Anerkennungspreis „Bauherrschaft“ ging an Patrik Braun, Inhaber der Holzwerkstoff-Handelsfirma Braun AG in Gossau. Unter dem Motto „Holz erleben“ wurde ein neues Verwaltungs-und Ausstellungsgebäude erstellt. Innen und aussen wurde das Thema Holz in sehr ansprechender Form umgesetzt. Mit der Ausstellung wird in attraktiver Form veranschaulicht, dass sich mit Holz (fast) jeder Bauherrenwunsch erfüllt lässt. Der Neubau ist ein beispielhaftes Bekenntnis zum Werkstoff Holz.

 

Massivholzsystem

Der Anerkennungspreis „Unternehmer“ wurde an Hannes Nägeli aus Gais verliehen. Mit dem Massivholzsystem „Appenzellerholz“ hat er ein Produkt geschaffen, welches die optisch edelsten Bretter als Deckschicht verwendet. Im Kern kommt Holz zur Anwendung, das geringfügige optische Mängel aufweist. „Die konsequente Umsetzung der Wertschöpfungskette Holz vom Wald zum Lebensraum Mensch, aber auch die regionale Verarbeitung und Restholzverwertung im eigenen Wärmeverbund haben absoluten Vorbildcharakter“, betonte Sepp Fust.

 

Tradition und ...

Werner Stauffacher aus Ennetbühl erhielt den Anerkennungspreis „Handwerk und Kultur“. Der Erhalt alter Handwerkstraditionen, ganz besonders der Weissküferei, ist ihm ein grosses Anliegen. Seit über 30 Jahren führt er eine Weissküferei. Die Herstellung des Geschirrs für Sennen erfolgt aus Toggenburger Holz. Damit sind die Nachhaltigkeit des Materials, die regionale Wertschöpfung und der Erhalt der Tradition gewährleistet. Zurzeit gibt es schweizweit einen einzigen Lehrling; und dieser wird bei Werner Stauffacher ausgebildet.

 

... Innovation

Der Preis „Technik und Innovation“ ging an Urs Steinmann aus Alt St.Johann. Er gründete vor gut 25 Jahren die Firma Technowood, die sich zu einem international tätigen Anbieter von Maschinen und Software in der Holzbranche entwickelt hat. Die Entwicklungen der Firma Technowood mit ihren 20 Mitarbeitenden tragen dazu bei, dass der Holzbau immer konkurrenzfähiger wird und neue Anwendungsfelder erobern kann. Dank Urs Steinmanns innovativen Maschinen und Hilfsmittel ist es möglich, schnell auf neue Bedürfnisse zu reagieren.

 

Mit Leib und Seele

Revierförster Ernst Vetsch aus Weite konnte den Anerkennungspreis „Forst“ entgegenehmen. „Ernst Vetsch ist ein Hölziger mit Leib und Seele“, hiess es in der Würdigung. Seit über 30 Jahren ist er als Förster tätig, und er engagiert sich im Vorstand der Vereinigung Holzenergie Rheintal-Werdenberg. Doch ganz entscheidend ist: Mit seinem Enthusiasmus steckt er viele Menschen – jung und alt – an und weckt bei ihnen das Interesse und die Begeisterung für Holz. „Er tut dies seit Jahren und dafür verdient er die Auszeichnung“, erklärte Sepp Fust.

 

Holz ganzheitlich nutzen

Regierungsrat Marc Mächler, Vorsteher des St.Galler Baudepartementes, strich bei seiner Festrede in St.Margrethen einerseits die beiden aktuellen St.Galler „Holz-Vorzeigeprojekte“ hervor: die landwirtschaftliche Schule in Salez und das Klanghaus Toggenburg.  Andererseits rief er dazu auf, Holz ganzheitlich zu nutzen. Bei der Verarbeitung von Holz fallen neben dem Schnittholz viele Nebenprodukte an. Diese sollten nicht nur zur Energiegewinnung genutzt werden. Vielmehr müsse es darum gehen, die minderwertigen Qualitäten optimal zu nutzen und Ressourcen zu schonen. Dazu brauche es zum einen eine funktionierende Infrastruktur der Zulieferbetriebe und zum anderen ein gut ausgebildetes Handwerk. Marc Mächler wies auch auf das grosse Potential in den St.Galler Wäldern hin, werden doch zurzeit „nur“ 70 Prozent der möglichen Holzmenge geerntet. Die Planer rief er dazu auf, sich bei der Wahl des Holzes für ein Bauwerk vermehrt zu überlegen, welche regional verfügbaren Holzarten die Anforderungen erfüllen könnten. Dabei seien auch die Abläufe zu hinterfragen, damit das richtige Holz rechtzeitig geschlagen werden könne. „Ein zyklisches Denken kann die Artenvielfalt unserer Wälder unterstützen, verhindert Monokulturen und reduziert die Transportwege.“ Womit der Forderung nach Nachhaltigkeit voll und ganz entsprochen werden könne.

 

 

 

 

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