Mit Herzblut für das regionale Holz
Meinrad Gschwend

Alle drei Jahre werden Persönlichkeiten aus dem Kanton St.Gallen für ihren beispielhaften Umgang mit Holz gewürdigt. Dieses Jahr ist das Rheintal prominent vertreten. Der Hauptpreis „St.Galler Holzchopf“ geht an Sepp Steiger aus Kriessern. Gleichzeitig wurden sechs Anerkennungspreise vergeben: von „Kunst“ über „Politik“ bis zu „Lebenswerk“. holzchopf 2022 03

«Holz im digitalen Spannungsfeld»
Beim Grillfeuer-Gespräch diskutierten Holzfachleute in Salez über die Digitalisierung.

Text Meinrad Gschwend

Der digitale Wandel beeinflusst auch die Holzwirtschaft. Holzbauer und Holzplaner stehen vor neuen Herausforderungen. Wo liegen die Chancen? Wo lauern die Risiken? Fragen dieser Art standen im Mittelpunkt des Grillfeuer-Gesprächs. Unter der Leitung von Beni Heeb diskutierten Rolf Baumann (Berner Fachhochschule), Anne Nyffeler (Pirmin Jung AG), Dominic Sieber (SFS Bereich Holzbau) und Stefan Müller (Säntis Innovations Cluster Holz).

"Holz als Alternative zu fossilen Brennstoffen"

"Aufstocken, erweitern, sanieren - einfach in Holzbauweise"

Text Erwin Rebmann

Zwei Themenabende mit dem HEV St.Gallen und dem HEV Raum Gossau gemeinsam mit der Firma Blumer Lehmann in Gossau und der Lignum Holzkette St.Gallen

Der Ausstieg aus den fossilen Energieträgern steht sowohl beim Verkehr wie auch beim Heizen ganz oben auf der politischen Traktandenliste. Mit dem Umschwenken auf erneuerbare Energieträger wird der Raubbau an den Vorräten von Öl, Gas und Kohle reduziert und der Ausstoss an CO2 vermindert. Dabei ist Holz eine wichtige Alternative.

Holz wächst im Wald nach und bindet CO2. Die Kapazität für die CO2-Bindung im Wald ist jedoch begrenzt. Ab einem gewissen Vorrat stirbt lebendes Holz wieder ab und wird unter Freisetzung von CO2 wieder zersetzt. Es entsteht ein Gleichgewicht zwischen Bindung und Freisetzung. Ein Gleichgewicht entsteht auch, wenn das zuwachsende Holz aus dem Wald entnommen und verarbeitet wird. Solange das Holz in Bauten und Objekten Verwendung findet, ist das CO2 sogar gebunden und eingelagert. Erst wenn es am Schluss seiner Lebensdauer verbrannt wird oder verfault, wird wieder gleich viel CO2 freigesetzt wie vorher im Wald gebunden wurde. Entsprechend macht es Sinn, Holz aus dem Wald zu nutzen, möglichst lange in Bauwerken oder Gegenständen zu erhalten und am Schluss energetisch zu verwerten. Alles klimaneutral!

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