Schulhaus Feld: Lokale Wertschöpfung ausgezeichnet
Bruno Seifert

Im Rahmen einer Veranstaltung des Vereins Holzenergie Werdenberg Rheintal, wurde das Schulhaus Feld in Azmoos, durch die Lignum Holzkette Schweiz, mit dem Label «Schweizer Holz» ausgezeichnet.

Logo Schweizer Holz d

Mittels zweier Führungen wurden den Teilnehmenden die Möglichkeiten lokaler Wertschöpfung beim Bau von öffentlichen Gebäuden aufgezeigt. Der erste Besuch galt der erweiterten Holzschnitzelheizung des Wärmeverbunds Feldgass, betrieben durch die Ortsgemeinde Wartau. Revierförster Ernst Vetsch zeigte dabei auf, wie einheimisches Holz umliegende Gebäude wie Betagtenheim, Rathaus, Alterswohnungen und die beiden Schulhäuser Feld und Dorf mit Wärme versorgen kann. Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten und die Umwelt.

Schulpräsident Bruno Seifert führte die Teilnehmenden anschliessend durch das Schulhaus Feld. Dabei unterstrich er insbesondere die räumlichen und pädagogischen Vorteile des Holzbaus. Die vielen ruhigen Holzflächen, die transparente Raumgestaltung, das einfallende Tageslicht und der Geruch nach Holz trage sehr viel zu einer ruhigen und entspannten Lern- und Arbeitsatmosphäre bei. Lehrer und Schüler fühlen sich sehr wohl in der neuen Umgebung und haben den Räumen mit ihren eigenen Gestaltungselementen Leben und Farbe eingehaucht.

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Zur Nachahmung empfohlen
Im Namen der Lignum Holzwirtschaft Schweiz bedankte sich Erwin Rebmann für die tolle architektonische Leistung sowie für die heimische Wertschöpfung mit dem Rohstoff Holz. Beim Neubau des Schulhauses Feld kamen 1023m3 Holz zum Einsatz. Das Holz für die Fassade und die Holzkonstruktion stammt zu 82% aus dem Schweizer Wald. Sehr vieles davon aus dem umliegenden Wartauer Wald. Mit der gesamten Holzmenge werden zirka 900 Tonnen des Treibhausgases CO2 gebunden und somit der Atmosphäre entzogen. Kurz: Die wirtschaftliche und ökologische Nachhaltigkeit des Gebäudes sei vorbildlich und zur Nachahmung empfohlen.

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Weitere Auszeichnungen
Für das Schulhaus Feld wurde dem Architekturbüro Felgendreher Olfs Köchling dieser Tage der Heinze Preis in Deutschland verliehen. Dies in der Sparte nachhaltiger Bildungsbau. Zudem war das junge Berliner Büro (mit Zweigstelle in Azmoos) für das «Kaninchen» der Fachzeitschrift Hochparterre nominiert. Dieses zeichnet jährlich das beste Erstlingswerk eines Büros aus.

Beim Prix Lignum 2021 erhielt das Gebäude einen Anerkennungspreis in der Region Ost. Unter anderem hat die Organisation des Obergeschosses es der Wettbewerbsjury besonders angetan: «Mit allen Klassenzimmern, Gruppenräumen, Aula, Bibliothek und Lehrerzimmer funktioniert das Obergeschoss wie ein Dorf mit Platz und Strassen, die zu den einzelnen Schulstuben führen».

 

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