Wattwil feiert Markthallensteg aus gemeindeeigenem Holz
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Am 25. April wurde der neue Markthallensteg in Wattwil an einem kleinen Festakt mit den Projektbeteiligten eingeweiht. Zugleich wurde das Bauwerk mit dem Label "Schweizer Holz" ausgezeichnet: Die Holzkonstruktion des neuen Stegs ist komplett aus einheimischem Holz gebaut, geliefert aus dem gemeindeeigenen Wald.
Am 11. April war die rund 50 Tonnen schwere Holzkonstruktion des Markthallenstegs mit zwei Mobilkränen auf die beiden Widerlager in den Uferböschungen eingehoben worden. In den Tagen darauf wurden Holzboden und Geländer eingebaut, der Steg fertiggestellt und der ganze Bau abgenommen. Im Bild überreicht Sepp Fust, Geschäftsführer der Lignum Holzkette St. Gallen (links) dem Wattwiler Gemeindepräsidenten Alois Gunzenreiner (rechts) namens des Dachverbands Lignum, Holzwirtschaft Schweiz die Auszeichnung ‹Schweizer Holz› für den neuen Steg.
Markthallensteg Zertifikat   Bild 2
‹Insgesamt haben wir 108,1 m3 Schweizer Holz aus Wattwil verbaut, die vollumfänglich gelabelt wurden›, erklärt Projektleiter Valerio Plozza vom beauftragten Planerteam der Fanzun AG. Sepp Fust, Geschäftsführer der Lignum Holzkette St.Gallen, der die Auszeichnung übergab, ergänzt: ‹Soviel Holz wächst in den Schweizer Wäldern in nur fünf Minuten und 15 Sekunden nach. Das ist ein Volumen von rund 600 gefüllten Badewannen oder das Äquivalent von 79 Tonnen gebundenem CO2.›  
Markthallensteg Grenzlatte durchsagen   Bild1
‹Der Steg ist bedeutend als innerörtliche Verbindung zwischen Rietwis- und Bleikenquartier. Die Idee eines Brückenschlags entstand schon vor über 20 Jahren beim Bau der Markthalle. Nun konnten wir sie mit der Entwicklung der Sport- und Freizeitanlage Rietwis endlich umsetzen›, freut sich der Wattwiler Gemeindepräsident Alois Gunzenreiner. ‹Den Steg zu entwerfen war deutlich mehr als eine statische Berechnung und das Zeichnen der Pläne. Es galt verschiedenste Aspekte zu berücksichtigen, vom Wasserbau über das Landschaftsbild bis zu Bauprozess und Werkleitungen›, blickt Gunzenreiner zurück. 
‹Diese Aufgaben hat das Planer- und Projektteam hervorragend gelöst. Die Lage der Widerlager und die stützenfreie Konstruktion sind so gewählt, dass sie mit der Thursanierung abgestimmt sind. Auch an die Bedürfnisse von Vögeln wurde gedacht, die zur Nahrungssuche klare Fliessgewässer und passende Brutplätze in unmittelbarer Nähe brauchen: Zur Förderung der Bergstelze und der Wasseramsel werden unter der Brücke zwölf Nisthilfen angebracht.›

 

 

 

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